Projektreise 2005

 

 

Projektreise 2005Die Eindrücke der ersten Reise in den Senegal sowie die neugewonnenen Erkenntnisse über die soziale und medizinische Situation der Menschen mit Behinderung im Senegal sorgten dafür, dass wir, wieder zurück in Deutschland, sofort mit der Projektarbeit begannen. Erste Rollstühle wurden gesammelt, Flohmärkte veranstaltet und der Freundeskreis motiviert, sich aktiv zu beteiligen. Durch einen Zufall lernten wir in Heidelberg Amacoduo Diouf kennen, einen Senegalesen, der bereits mehrjährige Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit mit Senegal sowie mit dem Verschiffen von Überseecontainern hatte. In Zusammenarbeit mit ihm konnten wir im November 2004 den ersten Container beladen mit Rollstühlen, Gehilfen und sonstigen medizinischen Hilfsmitteln nach Dakar verabschieden. Gleichzeitig haben wir aus Spendengeldern einen Mercedes Transporter gekauft, der zukünftig im Senegal zum Einsatz kommen soll.

 

Im Unterschied zur Reise 2004 haben sich einige Mitglieder von Rollis für Afrika e.V. dazu entschlossen, den Weg nach Dakar nicht mit dem Flugzeug anzutreten, sondern mit dem Auto (Einen ausführlichen Bericht zu der Reise finden Sie hier). Im Senegal angekommen, trafen kurze Zeit später die übrigen Reisenden ein und es konnte mit der Arbeit begonnen werden. Die Verteilung der Hilfsgüter erfolgte in enger Kooperation mit der „Association Nationale des Handicapés Moteurs du Sénégal" (ANHMS). Sie kamen vor allem Krankenhäusern, Sozialeinrichtungen und Organisationen für Menschen mit Behinderung zugute.

 

Neben dem ursprünglichen Ziel, die Hilfsmittel des Containers zu verteilen, entstand die Idee, der ANHMS/Guediawaye noch weitere Unterstützung zukommen zu lassen. Die ANHMS/Guediawaye ist eine lokale Organisation, die autonom und ohne finanzielle Unterstützung vom Staat oder anderen Förderern arbeitet. Aus diesem Grund ist es für sie äußerst schwierig, die Instandhaltung ihrer Gebäude zu gewährleisten bzw. den Ausbau voranzutreiben. Wir konnten an dieser Stelle mit den Spendengeldern aus der von Vanessa Böhme im Februar 2005 organisierten Ausstellung "Don't go! Fly! - Afrika, Behinderung, Lebensfreude" helfen. Es wurden Gehwege rollstuhlgerecht umgebaut, Rampen an den Eingängen angelegt, ein Gebäude von außen verputzt sowie ein Veranstaltungsraum vollständig gefliest und frisch gestrichen. Innerhalb des folgenden Jahres haben dann die MitarbeiterInnen der ANHMS/Guediawaye den Ausbau weiter vorangetrieben und die Wände mit Bildern und Sprüchen verziert, die zum Thema Behinderung Aufklärungsarbeit leisten. Das Gebäude dient nun hauptsächlich als Begegnungstreff für Menschen mit einer Körperbehinderung, als integrative Ausbildungsstätte und als Veranstaltungsraum, der gegen Gebühr für Geburtstage und Familienfeste genutzt werden kann.

 

Bilder der Projektreise 2005