Projektreise 2013

 

 

Projektreise 2013Dieses Jahr waren wir von Anfang Februar bis Ende März in Senegal unterwegs. Mit dabei waren dieses Jahr Pablo, Buki, Simon, Rike, Maria, Rick und ganz neu Christin. Das senegalesische Team bestand aus Omar, Pape, Seydou, Mamy, Jean, Amy und Bara.

Zwei Tage nach unserer Ankunft traf der Container aus Deutschland mit allen Hilfsmitteln pünktlich ein. Wir konnten bereits in der ersten Woche den Container mit ca. 260 Rollstühlen, etlichen Gehhilfen, Rollatoren und Gehböcken ausladen, wobei uns viele fleißige HelferInnen aus Guédiawaye unterstützten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem eigentlich angemieteten Lager konnten wir den Container zügig leeren. Am Tag darauf begannen wir die Hilfsmittel zu sortieren und kleine Reparaturen vorzunehmen.

 

Zwei Tage später machten wir uns auf den Weg ins Landesinnere. Am ersten Tag fuhren wir nach Touba, bekannt als der heiligste Ort Senegals, wo auch die größte Moschee des Landes steht, um vor Ort den Bedarf an Rollstühlen und Unterarmstützen zu ermitteln. Die beiden Tage verliefen sehr erfolgreich und wir konnten ca. 40 neue Leute in unsere Datenbank aufnehmen. Die nächste Tour führte uns von Touba nach Diourbel und Bambey, wo wir 20 Rollstühle und einige Gehhilfen verteilen konnten. Während der Reise wurden wir überall herzlich willkommen geheißen, wir bekamen jeden Abend eine Unterkunft plus ein leckeres Frühstück am Morgen.

Die zweite Reise führte uns Ende Februar Richtung Süden in die Region um Kaffrine mit knapp 50 Rollstühlen im Gepäck. In Kaffrine sowie Malem Hodar, Nganda, Mbirkilane, Boulel verteilten wir über mehrere Tage hinweg fast alle mitgebrachten Hilfsmittel. Dank unserer neuen Datenbank und gut organisierten Absprachen mit Mamin Yassin, der Verantwortlichen für die Region Kaffrine, erhielten fast alle hilfsbedürftigen Menschen dieser Region passende Rollstühle und Gehhilfen. Mamin Yassin ließ uns außerdem in ihrem Haus übernachten und kochte für uns senegalesische Köstlichkeiten. Kurz nach unserer Rückkehr nach Guédiawaye fand noch eine kleine Verteilung in Ouakam statt, einem weiteren Vorort von Dakar.

 

In die Region Thies ging unsere dritte Reise, um dort die Phasen 2 und 3 durchzuführen. Ca. 60 Rollstühle und weitere Gehhilfen wurden in den Dörfern Pambal, Fandéne, Koul, Mont Roland, Mekhe, Méoane und Melina Dakhar verteilt.

 

Bei der vierten und letzten Reise fuhren wir in die Wüstenregion Sant-Louis, wo noch ein Großteil des Lagerbestands in etlichen Dörfern verteilt wurde. Nach unserer Abreise Ende März war das senegalesische Team natürlich nicht untätig und verteilte alle restlichen Hilfsmittel aus unserem Lager in den darauffolgenden Wochen. Somit wurden dieses Jahr über 260 Rollstühle, ca. 150 Gehhilfen, 20 Gehböcke und ca. 30 Rollatoren verteilt.

 

Sehr hervorzuheben ist die Arbeit unserer beiden PhysiotherapeutInnen Maria und Pape sowie unserem Orthopädietechniker Bara und unserer Krankenpflegerin Rike, die bei knapp 40°C alle Menschen untersuchten, um die geeigneten Hilfsmittel für sie zu finden. Ein großes Dankeschön geht auch an Omar, der alle Fahrten organisiert hat und immer im Kontakt mit den Verantwortlichen der verschiedenen Regionen geblieben ist und uns Unterkünfte und Verpflegung während den Reisen organisiert hat. Mamy, Jean und Amy waren immer tatkräftig in unserem Lager aktiv, halfen bei der Reparatur der Rollstühle und waren bei jeder Reise engagiert mit dabei. Um Fotos und die filmische Dokumentation kümmerten sich Buki, Rick, Simon und Christin. Pablo unterstützte Omar bei der Organisation der Reisen und war unter anderem mit verantwortlich bei den Aufnahmegesprächen und der Pflege der Datenbank. Vielen Dank auch an Seydou, der uns sicher mit unserem Bus durchs Land gefahren hat und uns trotz vieler Pannen immer an unsere Zielorte gebracht hat.

 

Im nächsten Jahr sollen die Absprachen mit den einzelnen Benefiziären der Regionen noch präzisiert werden, um eine optimalere Planung zu gewährleisten. Auch unser Bus braucht ein paar Reparaturen und Neuerungen, um Pannen und damit Zeitverzögerungen bei der Verteilung zu minimieren. Nach anfänglichen Komplikationen mit der neuen Datenbank, konnten wir am Ende sehr gut mit dieser arbeiten und werden sie für die nächste Reise weiter optimieren.

 

Bilder der Projektreise 2013